Informationen für Eltern zum pädagogischen Konzept "Lebensbezogener Ansatz"

1. Wurzeln und Entstehung des Lebensbezogenen Ansatzes

 


Der Lebensbezogene Ansatz wurde durch Prof. Dr. Norbert Huppertz, Professor an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg, als ausgearbeitete Didaktik begründet
Der Ansatz wurde in mehreren Modellprojekten erfolgreich erprobt und eingesetzt.

2. Was heißt Lebensbezogener Ansatz?

  • Es handelt sich um eine Pädagogik für das Leben, aus dem Leben und am Leben entlang.
  • Eine Pädagogik mit eigenständigen Zielen, Inhalten und Methoden, bei der das gelingende Leben von Kindern und aller Menschen ausreichend gesehen und wertgeschätzt wird.

3. Bild des KIndes

 

 

  • Das Kind wird als eigenständige Person und Persönlichkeit mit seinen individuellen Bedürfnissen gesehen
  • Das Kind braucht für ein gelingendes Leben: Erziehung, Anerkennung, Bewegung, Raum und Zeit, Essen, Trinken und gute Luft
  • "Jedes Kind ist soviel Person wie ein Erwachsener, nur in einem anderen Lebenszeitraum."

4. Pädagogische Ziele und Werte

Werte stehen im Lebensbezogenen Ansatz an erster und oberster Stelle. Sie sind Führungsinstanzen und somit unsere pädagogischen Ziele, d.h. Ziele für Bildung und Erziehung.

  • Friedensfähigkeit
  • Umwelt- und Naturbewusstsein
  • Maßhalten und Verzichten können
  • Kritikfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Respekt, Vorsicht, Umsicht
  • und vieles Andere mehr...

5. Projektarbeit

Das Projekt beinhaltet ein bewusst herausgehobenes und zielgerichtetes Handeln von Kinder und Erwachsenen.

Projektthemen könnten sein:

  • Steinzeit
  • Indianer
  • Kontinente
  • Kinder der Welt
  • Feuer
  • Wasser
  • Luft usw.

6. Aktivitätsangebote

 

Mit Aktivitätsangebot ist im wesentlichen der traditionelle Begriff der "Beschäftigung" gemeint.

Aktivitätsangebote könnten sein:

  • Gespräche (Stuhlkreis)
  • Bilderbuchangebote
  • Gesellschaftsspiele
  • Rollenspiele
  • Gedichte, Reime,
  • Lieder, Tänze
  • Meditation
  • Stilleübungen

7. Dokumentation

 

 

 

Dokumentation in Form von Wandbildern, Collagen, Fotos, Dias, Plakaten, Elternbriefen, Kinderzeitungen und sonstigen Möglichkeiten das Geschaffene zu präsentieren.

 

8. Funktion der Dokumentation

  • Kinder werden angeregt darüber nachzudenken, wie und was sie gelernt haben
  • Erinnerung für Kinder und Erzieher/innen
  • Information für andere Kinder, Eltern und Besucher
  • Dokumentation, um Kinder zu verstehen, ihre Stärken und Bedürfnisse wahrzunehmen
  • Qualität der Arbeit sichtbar machen

9. Elternarbeit

  • Elternarbeit meint die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Erzieher und Kita
  • Erfolgt durch Gespräche, Elternbriefe, Elternversammlungen, Beteiligung der Eltern an Aktivitäten in der Kita

"Lebensbezogene Elternarbeit wird deutlich an dem, was die Kita inhaltlich mit den Eltern bespricht und behandelt…"
Norbert Huppertz